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«Eine gute MPA braucht Weiterbildung»

Hektischer Praxisalltag: So bleiben Sie cool

Seminare bieten die Möglichkeit, Fachwissen zu vertiefen oder das Know-how auf den neusten Stand zu bringen. Doch nicht alle MPA nutzen diese Chance der Kompetenzerweiterung.

Fortbildung ist ein wichtiger Faktor für den beruflichen Erfolg und die persönliche Zufriedenheit. Neue Geräte, neue Medikamente, neue Theorien – gerade in der Medizin ändert sich sehr schnell sehr viel. Die Möglichkeiten für medizinisches Fachpersonal, seinen Wissenstand regelmässig einem Update zu unterziehen, sind vielfältig. Der Schweizerische Verband Medizinischer Praxis-Fachpersonen (SVA) bietet zahlreiche Kurse an, aber auch die Universitätsspitäler, diverse medizinische Laboratorien und Zur Rose.

«Die ältere Generation hat scheinbar mehr Ehrgeiz, mehr Biss»

«Um eine gute MPA zu sein, braucht es Weiterbildung», sagt Andrea Gerber. «Die Medizin ist ein schier unendlich grosses Feld, das sich auch immer wieder stark wandelt.» Gerber ist ausgebildete MPA und regelmässig an Seminaren anzutreffen. Sie beobachtet jedoch, dass man an vielen Kursen immer wieder dieselben Personen sieht. «Tendenziell eher etwas ältere MPA, sagt sie. Diese Beobachtung teilt Jsabelle Mendes, Weiterbildungsbeauftragte beim SVA Aargau. «Die ältere Generation hat scheinbar mehr Ehrgeiz, mehr Biss», glaubt sie. «Die Jungen denken häufig, sie seien nach ihrer Grundausbildung bereits auf dem neuesten Stand und müssten nichts mehr dazulernen.»

Gerber sieht das ähnlich, äussert aber auch Verständnis: «Viele Junge haben erst kürzlich die Ausbildung abgeschlossen und genug vom Zuhören und Lernen. Die wollen einfach mal ein bisschen arbeiten.»

«Patienten schätzen es sehr, wenn man über ein hohes Wissen verfügt», sagt Gerber. «Wenn sie merken, dass sie fachkompetente Auskunft erhalten, stellen Patienten ihre Fragen vermehrt direkt an die MPA, anstatt sich an den Arzt zu wenden.» Und wer mit seinen Kompetenzen dem Patienten dienen könne, erhalte letztlich von diesen auch etwas zurück. Weiterbildung wirkt sich also nicht nur auf die fachlichen Kompetenzen aus, sondern schlägt sich auch im Wohlbefinden der MPA nieder.

MPK-Ausbildung gefragter denn je

Während in fachlichen Weiterbildungskursen die Stühle vielerorts leer bleiben, erfreut sich die Ausbildung zur Medizinischen Praxiskoordinatorin (MPK) deutlich grösserer Beliebtheit. Ein Grund dafür dürfte sein, dass Absolventinnen dieser berufsbegleitenden Weiterbildung neben einer Erweiterung des Wissensstandes auch eine Lohnerhöhung in Aussicht steht. Zudem ist der Status als ausgebildete MPK ein immer gefragteres Profil auf dem Stellenmarkt. Besonders Gruppen- oder Gemeinschaftspraxen zählen auf das umfassende Know-how Medizinischer Praxiskoordinatorinnen, vor allem derjenigen mit praxisleitender Vertiefung. In Zeiten steigenden administrativen Arbeitsaufwands sind diese Fachpersonen besonders gefragt: Durch ihre Zusatzausbildung entlasten sie die Ärzte bei der täglichen Arbeit, erhöhen die Effizienz der Praxis und steigern dadurch letztlich die Betreuungsqualität für Patienten.

Mit Weiterbildungen vergrössern MPA aber auch ihr Netzwerk. «Man lernt neue Leute kennen, kann voneinander profitieren», sagt Mendes. Wenn man nach dem Kurs zusammen noch etwas trinke, ergäben sich nicht selten spannende Möglichkeiten.


Wie stehen Sie zu Weiterbildungen? Welche Seminare haben Sie besucht und können Sie weiterempfehlen? Verraten Sie es jetzt in einem Kommentar.

 

Tags: Beruf MPA, Blog/Weiterbildung

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